Therapie bei Morbus Parkinson

Das Parkinson-Syndrom (Morbus Parkinson) ist eine der häufigsten neurologischen chronischen Erkrankungen des Nervensystems. In der Schweiz leben rund 15‘000 Parkinson-Patienten. Männer und Frauen sind etwa gleich oft betroffen. Mit fortschreitender Krankheit werden Betroffene meistens in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, z. B. beim Aufstehen aus dem Bett oder beim Gehen. Bei manchen Patienten ist das Gleichgewicht so stark beeinträchtigt, dass sie oft stürzen.

Symptome

Parkinson äussert sich bei den Betroffenen sehr individuell. Am häufigsten sind die Steuerungsvorgänge der Bewegung betroffen. Dadurch ergeben sich folgende drei motorische Hauptsymptome:

  • Akinese (die Bewegung ist wie eingefroren und nicht möglich)
  • Rigor (die Muskeln fühlen sich sehr steif an)
  • Tremor (einzelne Muskeln oder Körperteile zittern)

Das verursacht je nach Stadium der Krankheit unterschiedliche Probleme beim Bewegen und/oder Gehen. Es gibt aber auch viele nicht motorische Symptome. Auf diese wird hier nicht näher eingegangen.

Therapie

Die meist notwendige medikamentöse Therapie heilt nicht die Krankheit, sondern mildert die Symptome. Daneben wurde erwiesen, dass für den Erhalt des Bewegungsapparates von Anfang an gezielte körperliche Aktivität unumgänglich ist. Zusätzlich wird die Physiotherapie zur Förderung der Bewegung und dem Erlernen von Bewegungsstrategien zu einem wichtigen Teil der Behandlung. Dadurch kann die Lebensqualität verbessert werden.

  • Sturzprävention
    Gründe für Stürze gibt es viele und Experten empfehlen, sich frühzeitig darüber zu informieren, sodass mögliche „Stolpersteine“ zu Hause vermieden werden können. Weiter können auch Strategien erlernt werden, um risikoreiche Aktivitäten sicherer zu gestalten. Studien zeigen auch, dass die Steigerung der Beinkraft und ein regelmässiges Gleichgewichtstraining die Anzahl von Stürzen signifikant reduzieren können.
  • Blockaden
    Im Verlauf der Krankheit treten oft Phasen von Bewegungsblockaden auf. Diese behindern Patienten beim Aufstehen, Loslaufen oder Wenden. Oft können diese Blockaden durch gezielte und oft trainierte Strategien überbrückt werden. Die Physiotherapeuten können dazu wertvolle Tipps geben.
  • Schreibtraining
    Das Schriftbild bei Patienten mit Parkinson verschlechtert sich oft im Verlaufe der Krankheit. Dafür bietet die Ergotherapie gezieltes Schreibtraining an, das der Symptomatik entgegen wirken soll.

Das Team der Physiotherapie bietet eine besondere Gruppentherapie an zum Erlernen eines spezifischen Heimprogrammes, weitere Informationen dazu finden Sie im folgenden Schreiben:    
Parkinsongruppe

Lageplan

 

Weitere Informationen

UniversitätsSpital Zürich, Therapie Neurologie, HAL D 34
Tel. +41 44 255 55 82
parkinson-peu@usz.ch


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