Therapie nach Brandverletzungen

Thermische, chemische und strominduzierte Verletzungen beeinträchtigen die Haut, das grösste Organ des Körpers. Darum bedürfen Brandverletzungen einer speziellen Nachbehandlung. Die Physio- und Ergotherapie bilden einen wichtigen Pfeiler dieser Nachsorge. Sie findet von Beginn der Hospitalisation bis zur ambulanten Phase statt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Erhalt der Mobilität der Haut. Damit verbunden ist die Beweglichkeit der Gelenke, als Grundlage zur Selbständigkeit des Patienten in seinen Alltagsbewegungen.

Symptome

Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten. Je nach Verbrennungstiefe sind oberflächliche oder auch tiefere Schichten betroffen.

Ursache

Verbrennungen entstehen durch Unfälle mit Feuer, Verbrühungen, Explosionen, aber auch in Kombination mit Starkstrom oder bei unsachgemässem Kontakt mit Chemikalien.

Diagnose

Der Arzt beurteilt den Schweregrad der Verbrennung und teilt die  Ausdehnung der Verbrennung in Prozente ein. Aufgrund der Schwere und Ausdehnung der Verbrennungen wird das Konzept der Nachbehandlung bestimmt.

Therapie

Die intensive therapeutische Nachbetreuung durch Physio- und Ergotherapie von der Akutphase bis zur ambulanten Nachbetreuung ist mitentscheidend für ein optimales Ergebnis nach Brandverletzungen. Mit der konsequenten Umsetzung von Frühkompression und Narbenmanagement orientiert sich das UniversitätsSpital Zürich am Goldstandard. Ziel dieses Konzeptes ist die beschleunigte Wundheilung, die Reduktion der Schwellung, die Beeinflussung der Narbenreife und das Verhindern von überschiessenden Narben. Dadurch wird ein optimales Resultat was Funktionalität, Schmerzmanagement und Ästhetik betrifft, erzielt. Die Patienten werden durch die Physio- und Ergotherapie auf der Intensivstation für Brandverletzte, auf der Bettenstation und auch im Ambulatorium betreut. Mögliche therapeutische Hauptmassnahmen für dieses Fachgebiet sind:

  • Atemtherapie 
  • Bewegungserhaltende Massnahmen auch im Bad oder im Verbandswechsel
  • Manuelle Narbentherapie
  • Patienten Edukation bezüglich Narbenmanagement
  • Lagerungen zur Vermeidung von Bewegungseinschränkungen
  • Schienenbehandlung der oberen Extremität und Unterstützung bei Anpassung von Schienen der unteren Extremität
  • Anpassen von Frühkompression
  • Funktionstraining für Hand- und Armeinsatz
  • Förderung der Mobilität des Patienten inklusiv Gehtraining
  • Training der Alltagsaktivitäten
  • Überprüfen von Kompressionsmaterial
  • Durchführen von Wiedereingliederungsmassnahmen
  • Kraftaufbau

Weitere Informationen

UniversitätsSpital, Physiotherapie Ergotherapie
Tel. +41 44 255 23 74
brandverletzte-peu@usz.ch

Informationsbroschüre für behandelnde Therapeuten bezüglich manueller Narbentherapie:
Narbenbehandlung bei Brandverletzten
 

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