Therapie nach akutem Schleudertrauma

Nach einem Schleudertrauma (Distorsion/Verstauchung der Halswirbelsäule) sind Muskeln, Gelenke und Bänder die häufigsten Quellen für Beschwerden. Diese Strukturen sind schmerzempfindlich, haben jedoch ein gutes Heilungspotential. Nerven, Bandscheiben und Knochen sind selten betroffen. Häufig ist bildgebend keine Verletzung der Nackenstrukturen nachzuweisen. Die akuten Beschwerden/Schmerzen lassen mit zunehmender Heilung nach. Die meisten der Schleudertraumen heilen wieder vollständig ab.

Symptome

Typische Beschwerden sind Nackenschmerzen und Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule. Ausserdem können weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen hinzukommen. Auch vorübergehende Konzentrationsstörungen und starke Müdigkeit können auftreten. Die Beschwerden können sofort oder erst einige Stunden bis einige Tage nach dem Unfallereignis einsetzen. In den meisten Fällen bessern sich die Beschwerden nach ein paar Tagen oder Wochen. Bei einigen Betroffenen bleiben sie länger bestehen.

Ursachen

Ursache für ein Schleudertrauma sind plötzliche Beschleunigungs- und Abbremskräfte auf den Nacken. Mögliche Auslöser sind:

  • Auffahrunfälle im Strassenverkehr
  • Sturz aus einigen Metern Höhe
  • Kampfsportarten wie Boxen, Karate etc.


Therapie

Die Therapie richtet sich an Patienten nach einem Unfall mit Beteiligung der Halswirbelsäule. Eine frühzeitige Therapie (0 bis 3 Wochen nach dem Unfall) verbessert den Heilungsverlauf. Von längerem Schonverhalten wird abgeraten.

Ausgehend von einem Untersuchungsgespräch und einer dem Zustand angepassten klinischen Untersuchung werden folgende Massnahmen durchgeführt:

  • Spezifische Information und Beratung zum Heilungsverlauf
  • Anleitung wie das theoretische Wissen praktisch umgesetzt werden kann
  • Anleitung von aktiven Selbstmobilisationen
  • Förderung der Eigenverantwortung
  • Angepasstes Tagesmanagement (Belastungsphasen im Wechsel mit Entlastungsphasen)
  • Angepasstes Übungs- und Trainingsprogramm


Ziele der Therapie sind die Optimierung des Heilungsverlaufs, das Verhindern einer Chronifizierung der Beschwerden sowie der Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Die meisten Menschen sind nach 6 Wochen wieder voll in ihren normalen Alltag integriert.

Weitere Informationen

UniversitätsSpital Zürich, Physiotherapie Ergotherapie
Tel. +41 44 255 23 74


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