Therapie bei Hämophilie

Hämophilie ist eine seltene Erbkrankheit, die zur Störung der Blutgerinnung führt. Weil die Gerinnungsfaktoren fehlen, gerinnt das Blut nicht oder nur verzögert. Dadurch kann es zu spontanen Blutungen ohne sichtbare Wunden kommen. Die Folgen von wiederholten Gelenkseinblutungen führen zur hämophilen Arthropathie (Gelenkserkrankung), was mit Schmerzen, Beweglichkeitseinschränkungen und Funktionsverlust einhergehen kann.

Diagnostik

Zürich ist das grösste Hämophilie-Referenzzentrum der Schweiz. Es besteht eine enge Zusammenarbeit der Klinik für Hämatologie des USZ mit dem Kinder-Universitätsspital und der Orthopädie der Uniklinik Balgrist.

Therapie

Neben der medikamentösen Behandlung (Zugabe von Gerinnungsfaktoren) spielt auch die physiotherapeutische Behandlung der geschädigten Gelenke eine wichtige Rolle. In der Physiotherapie wird eine gezielte Untersuchung durchgeführt und zusammen mit dem Patienten die Ziele für die Behandlung festgelegt.
Mögliche Therapieziele und Behandlungsmassnahmen:

  • Erhalt bzw. Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Funktionen des Herzes und des Blutkreislaufs
  • Muskelaufbau
  • Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination
  • Beratung und Instruktion orthopädischer Hilfsmitteln (Schienen, Schuhe, Gehhilfen etc.)
  • Entstauende Massnahmen
  • Erstellung eines Heimprogramms
  • Beratung hinsichtlich Selbstmanagements bei Blutungen
  • Beratung in Bezug auf Freizeit und Sportartenwahl
  • Osteoporose Prophylaxe

Weitere Informationen

UniversitätsSpital, Physiotherapie Ergotherapie
Tel. +41 44 255 23 74


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