Akutgeriatrie

Die Geriatrie (Altersmedizin) befasst sich mit den Erkrankungen des alternden Menschen. Aufgabe der stationären Akutgeriatrie ist die Diagnostik und Behandlung von spitalbedürftigen akut erkrankten alten Menschen mit somatischer und/oder psychischer Multimorbidität, dessen Selbständigkeit bedroht ist. Dies mit dem Ziel der Reintegration des Patienten in das eigene soziale Umfeld (Schweiz. Fachgesellschaft für Geriatrie, 2006).

Auf der Klinik für Geriatrie des USZ werden betagte Menschen (in der Regel über 70 Jahre, meist über 80 Jahre) behandelt, welche von einer akutgeriatrischen Frührehabilitation profitieren können.

Symptome

Ein Patient in der Geriatrie ist grundsätzlich durch sein biologisches Alter gekennzeichnet. Die Multimorbidität älterer Patienten bedeutet, dass mit zunehmendem Alter häufig mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten. Dazu kommt oft eine eingeschränkte Mobilität durch vorausgegangene Sturzereignisse.

Therapie

Die Therapieschwerpunkte richten sich je nach Zielsetzung des Patienten. Im Vordergrund steht meist das Wiedererlangen der Mobilität und der Selbständigkeit in den alltäglichen Aktivitäten. Eine frühzeitige Mobilisation im akuten Stadium spielt hier eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Rückkehr nach Hause. Zu den Behandlungsmassnahmen zählen u.a. Gelenksmobilisation, Muskelaktivierung, lymphologische Therapie oder Atemtherapie.

Oft sind Sturzereignisse Auslöser für den Spitaleintritt. Sturzprophylaxe mit gezielten Trainingsübungen sowie dem Minimieren von Sturzrisikofaktoren spielen in der Therapie eine relevante Rolle. Hierbei werden auch die Hilfsmittel fürs Gehen optimiert und geschult. Beim Gehtraining kann so die Gehstrecke verlängert werden und mehr Sicherheit erreicht werden. Ein Risiko für Stürze ist unter anderem vorhanden, wenn motorisch-kognitive Aufgaben (Dual-Task) Mühe bereiten, wie zum Beispiel Gehen mit gleichzeitigem Sprechen. Solche Dual-Task Übungen werden gezielt in die Therapie integriert.

Das Training der alltäglichen Aktivitäten ist ebenfalls nach den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet und kann unter anderem die Körperpflege, das Anziehen, das Zubereiten von kleinen Mahlzeiten oder das Ausüben von Freizeitaktivitäten bedeuten. Das Ausprobieren und Instruieren von Alltagshilfsmitteln ist Teil der Therapie. Sind kognitive Beeinträchtigungen vorhanden, werden diese zum Beispiel durch Orientierungstraining, Gedächtnistraining oder Alltagsaktivitäten geübt. Diese möglichst alltagsnahe Therapiegestaltung hilft der Austrittsplanung und der Zielerreichung, der Rückkehr nach Hause.
Die Therapiemassnahmen richten sich nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

In der akutgeriatrischen Frührehabilitation werden die Patienten und Patientinnen interdisziplinär betreut. Das interdisziplinäre Team umfasst Ärzte, Pflegefachpersonen, Physio- und Ergotherapeuten, den Sozialdienst, die Ernährungsberatung sowie das Assessmentcenter. Während der Rehabilitation sind wir im ständigen Austausch mit dem Pflegepersonal, der Ärzteschaft, sowie den anderen Berufsgruppen.

Weitere Informationen

UniversitätsSpital Zürich, Physiotherapie Ergotherapie
Tel. +41 44 255 23 74

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